Wegen Kopfbedeckung: Mann mit Cap öffentlich angegriffen

Die Angriffe auf Menschen mit Kopfbedeckung häufen sich: Am heutigen Dienstag hat es nun auch einen Mann in Berlin erwischt, der öffentlich auf der Straße eine Cap trug. Der Täter habe den Cap-Träger angebrüllt, dass Kopfbedeckung nicht zu Deutschland gehöre und anschließend begonnen, auf ihn einzuschlagen. Ob die Tat auch einen religiösen Hintergrund hat, ist ungeklärt.

Das Opfer sei so überrascht von der Attacke gewesen, dass er sich nicht habe verteidigen können. Dem Bildungsbad gegenüber sagte er mit geschwollener Lippe: „Mir war ja bekannt, dass sich Gewalt gegen Kopftuch tragende Muslime und Juden mit Kippa auf offener Straße häuft, aber dass es Deutsche mit Cap trifft, ist mir neu“.

Tatsächlich ließ sich zuletzt zunehmende öffentliche Gewalt gegen Menschen beobachten, die ihre Religionszugehörigkeit öffentlich zeigten. Nachdem ein 21-jähriger Israeli in Berlin öffentlich mit einem Gürtel geschlagen und mehrere syrische Mädchen wegen ihres Kopftuchs angegriffen wurden, ist es bereits der dritte Angriff dieser Art innerhalb eines Monats.

Es scheint einige in Deutschland beheimatete Menschen zu geben, die sich an dem Äußeren anderer erheblich stören. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, rät inzwischen vom öffentlichen Tragen einer Kippa ab. Selbst Cap-Designer und Wollmützenhersteller befürchten stark sinkende Verkaufszahlen.

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