Vorbild Alkoholiker- Anonyme Einbrecher gründen sich

Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und Spielsüchtige gibt es in so ziemlich jeder deutschen Kleinstadt. Andere Menschen mit problematischem Suchtverhalten- etwa Einbrecher, Drogendealer oder Serienmörder- sind immer noch auf sich alleine gestellt. Das soll sich nun ändern.

Wie der Bundesverband für Suchtkrankenhilfe mitteilte, wolle man nun landesweite Hilfsangebote für bisher unbeachtete Suchtkranke schaffen. Den Anfang machen die Einbrecher. In Berlin hat Ralf Hutmacher vor zwei Wochen die erste Selbsthilfegruppe dieser Art geschaffen. Die Teilnehmer tun sich allerdings schwerer als erwartet.

„Es scheint, als hätten Einbrecher mehr Probleme als beispielsweise Alkoholkranke damit, offen über ihre Probleme und Taten zu sprechen“, sagt Kursleiter Ralf Hutmacher. Besonders auffällig sei, das Betroffene so gut wie keine Informationen zu ihren Taten liefern würden. „Aber wie will man denn davon loskommen, wenn man sich die Taten nicht einmal eingesteht?“, zeigt Hutmacher wenig Verständnis.

Trotz der Anlaufschwierigkeiten soll das Suchthilfe-Angebot weiter ausgebaut werden. Noch 2018 sollen auch Drogendealer und Serienmörder die Möglichkeit erhalten, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.

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