Wissenschaftler ratlos: Trotz hoher statistischer Wahrscheinlichkeit ist kein Spieler bei der WM homosexuell

Dem fünfköpfigen Forscherteam der University of Oxford glühen die Köpfe. Sie sind einer Anomalie in Bezug auf Homosexualität im weltweiten Fußball auf der Spur. Denn: der Anteil der Homosexuellen an der Gesamtbevölkerung wird immer wieder zwischen 1% und 11% geschätzt, somit ergibt sich ein Mittelwert von 6%. Wie kann es dann sein, dass von 736 Spielern, die an der WM teilnehmen, niemand homosexuell ist?

Diese vermeintlich leichte Matehaufgabe hat bei dem Forscherteam für reichlich Kopfzerbrechen gesorgt. Da sie zum letzten Mal Prozentrechnung in der Schule gehabt hatten, baten sie einen Achtklässler um Hilfe, der diese Aufgabe (für zwei Becks Ice und dem Passwort für den Netflixaccount von einem der Forscher) in Sekunden löste. Die Antwort lautet 44,16.
Nur ein Spieler hätte durch seine Körpergröße auf den Wert von 0,16 kommen können. Da Philipp Lahm jedoch letztes Jahr zurückgetreten ist, konnten die Forscher den Wert auf 44 abrunden.

Statistisch gesehen müssten also 44 Spieler bei der WM homosexuell sein, doch keiner bekennt sich.Dieses Phänomen wurde auch in anderen Mannschaftssportarten entdeckt, hauptsächlich bei den männlichen Teams. Doch wieso ist das so?

Als Erklärungsversuch wurde eine Aussage von Paul Steiner, einem ehemaligen Fußballspieler, herangezogen, der meinte: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schwule Fußball spielen können.“ Diese Annahme suggeriert, dass ein Fußball-Gen existieren müsste, welches Homosexuelle nicht besitzen. Die Forscher nahmen jedoch schnell Abstand von dieser Theorie, da sie bemerkten, dass Paul Steiner, jede Mahlzeit mit dem Löffel einnimmt und zudem Spieler des 1. FC Köln gewesen ist. Dieses Ausmaß an Primitivität sorgte dafür, dass seine Zurechnungsfähigkeit nicht sichergestellt werden konnte, wodurch eine neue Theorie her musste.

Die Forscher fragten deshalb bei den größten und bekanntesten Verbänden nach, wie sie mit dem Thema Homosexualität umgehen und stießen so auf ein Zitat von Wolfang Niersbach, dem DFB Präsidenten. Dieser sagte: „Sollte sich ein Spieler, egal ob in der Bundesliga oder der Kreisliga, öffentlich als Homosexuell outen wollen und dabei die Unterstützung des DFB benötigen, so wird unser Verband jegliche Hilfe anbieten“. Anscheinend sucht der DFB, genau wie die Forscher, händeringend nach homosexuellen Spielern, bisher jedoch ohne Erfolg. An einer mangelnden Unterstützung durch den DFB kann es also offensichtlich nicht liegen.

Und so forschte das Team weiter und befragte die größten Fanclubs der Vereine. Diese antworteten damit, dass es zwar homophobe Sprechgesänge gebe. Diese, und das betonten sie durch zweimaliges unterstreichen in ihrem Antwortschreiben, bezögen sich aber ausschließlich auf Spieler des gegnerischen Teams. Mit Parolen wie „Schwulenliebe ist okay -Erfurt, Lok und HFC.“, drücke man nur seine Solidarität aus.

„In der Wissenschaft muss man sich damit abfinden, dass man nicht alles erklären kann“, wird später einer der Forscher zitiert. Auf die Frage, ob er denn trotzdem die WM genießen könne, antwortete er: „Ja das kann ich, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir bei unserer Arbeit etwas übersehen haben“.

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