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Selbstverteidigung: USA gibt Giftgase für Bürger frei

Drei Tage nach dem Massaker von Las Vegas konnte sich US-Präsident Donald Trump endlich dazu durchringen- wie von vielen Seiten gefordert- neue Waffengesetze zu beschließen. Anstatt jedoch Schusswaffen zu verbieten oder deren Besitz zumindest deutlich zu erschweren, setzt Trump auf noch mehr Selbstverteidigung. Er hat sich für die Freigabe von Giftgasen entschieden: Die chemischen Kampfstoffe Sarin und Chlorgas sollen schon Anfang November im Supermarkt um die Ecke erhältlich sein.

Auf einer groß angekündigten Pressekonferenz erklärte der US-Präsident die Maßnahme. Bisher habe man gedacht, wenn jeder eine Waffe hat, könne man sich vor bösen Menschen mit einer Waffe verteidigen. Der Massenmord von Las Vegas habe gezeigt, dass man falsch gelegen habe. „Es ist mittlerweile so weit gekommen, dass einfache Schusswaffen nicht mehr ausreichen. Wir probieren es jetzt mit Giftgasen- damit sollte man die Täter erwischen können“, sagte Trump. Er forderte paralell dazu jeden vernünftigen amerikanischen Bürger dazu auf, sich mindestens eine Gasmaske (wie im Bild zu sehen) zuzulegen.

Lästige Fototermine mit Verletzten und die NFA

Ebenfalls wartete Trump mit plausiblen Erklärungen auf, warum die Entscheidung drei Tage benötigte und wieso er ein Waffenverbot kategorisch ausschließe. Am gesamten 4. Oktober etwa wäre er mit Fototerminen mit Verletzten, Pflegern, Ärzten und beteiligten Polizisten beschäftigt gewesen. „Sehr unschön, aber halt ein lästiger Pflichttermin“, ließ der 71-Jährige wissen.

Früher habe er in der Waffendebatte einen kritischen Standpunkt gehabt. Doch seitdem die National Rifle Association (NFA) ihn im Wahlkampf unterstützt habe, könne er der Organisation nicht mit einem Waffenverbot in den Rücken fallen. „Sie haben Macht und Geld und sind damit für mich der perfekte Partner“, analysierte Trump. Damit hätten sie ihn sogar von ihrem Standpunkt überzeugt.

 

 

 

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