Rechte Bands von Chemnitzer Konzert ausgeschlossen – Musiker erheben Diskriminierungsvorwürfe

Die seit Tagen andauernden Demonstrationen in Chemnitz haben für großen medialen Wirbel gesorgt. Unter dem Motto #WIRSINDMEHR – Aufstehen gegen rechte Hetze, haben sich einige Musikergrößen zusammengetan, um ein Gratiskonzert gegen Intoleranz und den Rechtsruck der Gesellschaft zu veranstalten. Trotz der wohlwollenden Absicht der Künstler fühlen sich einige diskriminiert, allen voran Bands aus der rechten Szene, die nicht auf der Veranstaltung auftreten dürfen.

Rechtsrocker „Landser“ fühlen sich diskriminiert

Persönlich angegriffen wegen des Verbots fühlt sich vor allem die Band „Landser“, die schon seit vielen Jahren in der rechten Szene etabliert ist und ihrem Unmut in einem Tweet Luft machten, in dem es heißt:

   Auch wir sind Deutschland, auch wir sind Chemnitz. 
#BRAUNISTAUCHBUNT

Landser auf Twitter

„Was uns heute passiert ist, würde ich meinem schlimmsten Feind nicht wünschen! Das wir diskriminiert werden, nur weil wir in der Minderheit sind, ist eine gnadenlose Frechheit und sollte alle Beteiligten zum nachdenken anregen. Wir rufen deshalb all unsere Fans zu mehr Toleranz auf. So etwas darf in dieser Form nie wieder passieren!“

Die Reaktionen auf den Tweet ließen nicht lange auf sich warten. Viele Fans der Band zeigen sich entsetzt, dass „Landser“ sich nicht aktiv für Chemnitz engagieren darf. Einige kritisierten dabei, dass das Konzert zwar für ein bunteres Chemnitz stehen soll, die Farbe Braun allerdings völlig außen vorgelassen wird.

Intoleranz als Mittel gegen Intoleranz

Die losgetretene Debatte, die durch den Ausschluss der Band initiiert wurde, wird sich in den nächsten Tagen wohl nicht legen. Der Hauptkritikpunkt, der den Organisatoren vorgeworfen wird, hat immerhin Hand und Fuß. Das Intoleranz als Mittel gegen Intoleranz angewandt wird, schlägt vielen übel auf. Deshalb werben „Landser“ nun mit ihrem Hashtag #BRAUNISTAUCHBUNT für ein bunteres und vorurteilsfreieres Deutschland.

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