Private Viewing- in schallisolierten Cubes kann man jetzt in Ruhe WM gucken

Seit der WM im eigenen Land boomt in Deutschland der Trend des Public Viewing. Kilometerlange Fanmeilen, Bier in Strömen und Partys bis tief in die Nacht. Für die einen ist es das Highlight einer jeden WM, für die anderen Störfaktor Nummer eins, wenn sie in Ruhe dem Spiel folgen wollen.

„Ich bin extra aus Potsdam hergefahren, aber so kann sich doch keiner auf das Spiel konzentrieren“, erzählte uns der genervte Hannes auf der Berliner Fanmeile. Er blickt angestrengt in die jubelnde Menschenmenge hinter ihm. „Dass die Leute sich hier nicht zusammenreißen können, finde ich unverschämt. Die sind so laut, ich versteh den Kommentator kaum. Und der Dicke neben mir hat vorhin sein halbes Bier über meinem Kopf verschüttet. Ich werde nie begreifen, warum die das Spiel nicht einfach zuhause gucken.“

Um Leuten wie Hannes zu ihrer ersehnten Ruhe beim Spiel zu verhelfen, hat sich ein pfiffiges Berliner Erfindertrio jetzt etwas einfallen lassen: Private Viewing.

„Wir wollen, dass jeder das Spiel alleine in Ruhe schauen kann“, sagt Franz Isolier, der kreative Kopf hinter der Idee. Er zeigt uns stolz eine kleine Kabine mit installiertem Monitor. „Stellen Sie sich vor, draußen tobt die Menge in einer kaum zu ertragenden Lautstärke. Sobald es ihnen zu viel wird, setzen sie sich einfach in unsere schallisolierten „Cubes“, schalten den Bildschirm ein und voilá, absolute Stille während des Spiels. Und das direkt am Brandenburger Tor, dem größten Standort für Public Viewing in Deutschland. Wir sind schon sehr stolz auf unsere Erfindung.“

Die revolutionäre Idee findet auch im Ausland Anklang. Isolier erzählt uns auch, dass er schon Anfragen aus Rio de Janeiro, London, Madrid und Mailand bekommen hat. Er sei der erste, der diese Marktlücke bedient und wolle Fans weltweit ermöglichen, ihre Mannschaft anzufeuern. Im stillen Kämmerchen, versteht sich. Auch Hannes wirkt euphorisch, als wir ihm von der Erfindung erzählen. „Endlich!“ Er strahlt. „Endlich denkt mal einer an die echten Fans.“

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