polizeikontrolle

Polizei erweitert Drogentests um Koffein

Nach dem Aufstehen direkt Drogen konsumieren- für einen Großteil der Deutschen ist eine Tasse Kaffee am Morgen Pflicht. Ohne Koffein geht es für 73 Prozent der Deutschen nicht mehr- sie brauchen ihr Koffein wie ein Heroin-Abhängiger seine Spritze. Und anschließend geht es unter Drogeneinfluss ans Steuer.

Doch damit soll nun Schluss sein. Wie der Pressesprecher der Bundespolizei, Ivo Priebe, auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz verkündete, werden die  Drogentests bei Autofahrern in Zukunft um Koffein erweitert. „Den Autofahrern wird dann zusätzlich Blut abgenommen, welches dann auf Koffein untersucht wird“, so Priebe. Sollte die getestete Person tatsächlich positiv auf Koffein getestet werden, droht neben einer Nacht in der Ausnüchterungszelle ein zeitweiliger Führerscheinentzug.

„Die Maßnahme hat nur einen Nachteil“, sagt Priebe: „Etwa zwei Stunden müssen Autofahrer dann auf das Blutergebnis warten und dürfen so lange nicht weiterfahren“. Das sei jedoch schon ziemlich schnell und einer neuen Auswertungstechnik zu verdanken. Zuvor habe man immer mehrere Tage auf das Ergebnis warten müssen.

Bisher war Koffein Tabuthema

Auch die Politik macht sich inzwischen Gedanken über Gesetzesänderungen. Während die Union fordert, koffeinhaltige Getränke nur noch ab 22 Uhr zu verkaufen, kommen die Grünen mit einer ganz anderen Idee um die Ecke. Wer Koffein konsumiert, solle weiterhin Auto fahren dürfen, wenn er zusätzlich einen Joint rauche. „Das ist der natürliche Ausgleichseffekt zwischen Aufregung und Entspannung, dann sind die Konsumenten quasi wieder im Normalzustand“, erklärt Grünen-Chef Cem Özdemir.

Die Diskussion um Koffein war erst aufgekommen, als die Bundespolizei bei einer freiwilligen Umfrage für Unfallbeteiligte herausfand, dass mehr als die Hälfte unter Koffeineinfluss stand. Bei den dramatischen Zahlen habe man gar nicht weiter über die Gründe nachdenken wollen und direkt handeln müssen, sagte Priebe.

In die öffentliche Diskussion hatte sich anschließend ein ehemaliger Speed-Abhängiger eingeschaltet, der inzwischen bewusst auf Kaffee und Energydrinks umgestiegen sei. „Das ist richtig krasses Zeug, der Aufputscheffekt ist viel größer als bei Speed. Nach dem Ersten wird dir warm, der Zweite gibt dir schon nen unnormalen Kick und nach dem Dritten biste schon voll im Film“, so der 28-Jährige Christian Lichtl.

Das könnte Dich auch interessieren...

1 Antwort

  1. 6. März 2018

    […] unter Euro6-Abgasnorm bestückten Notarzt- und Polizeifahrzeuge darf Petersen bei seinen Fuhrwerken Blaulicht und Sondersignal einsetzen, wenn er die Einsatzfahrzeuge durch die betroffenen Straßen schleppt. […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.