NETFLIX plant Binge Watching als offiziellen Sport anerkennen zu lassen

Netflix plant seinen nächsten großen Coup. Das durch den Streamingdienst populär gewordenen „Binge Watching“ soll bis Mitte 2019 als offizielle Sportart anerkannt werden. Das ließen die Verantwortlichen des US-Konzerns letzte Woche auf einer Pressekonferenz verkünden. Ziel sei es, aus dem Serienmarathon eine ähnlich kompetitive und attraktive Sportart wie eSports oder Fußball zu gründen und international salonfähig zu machen, erklärte Geschäftsführer und Mitbegründer Reed Hastings.

Wir haben erkannt, dass unsere User weltweit einem Trend folgen und ihre Zeiten beim Binge Watching stetig verbessern. Das wollen wir fördern und die Leute an ihre Grenzen bringen. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, sich bei dieser anspruchsvollen Aktivität mit anderen messen zu können und sich in unterschiedlichen Wettbewerben zu beweisen.

Reed Hastings, NETFLIX CEO

Tausende Besucher werden erwartet

Dass Binge Watching höchst anspruchsvoll ist, haben inzwischen die meisten erkannt. Der Weltrekord liegt aktuell bei 94 Stunden, dieser soll in absehbarer Zukunft aber gebrochen werden. Geplant sind regionale, nationale und internationale Turniere, die in Fußballstadien stattfinden sollen und von einem 5-köpfigen Schiedsrichtergespann strengstens begutachtet werden sollen. Hastings geht davon aus, dass die heiß umkämpften Wettbewerbe regelmäßig 20-60 tausend Besucher in die Stadien locken werden. In Deutschland wurden bereits Gespräche mit den Bundesligamannschaften aufgenommen um herauszufinden, ob man die Stadien wöchentlich im Wechsel mit den Vereinen benutzen kann. Sollte das nicht funktionieren, müssten die Bundesligisten wohl weichen.

Olympia als Ziel

Hastings ausgeschriebenes Ziel ist die Aufnahme von Binge Watching bei den Olympischen Spielen. Er hofft, 2020 bereits Hochleistungssportler aus diesem Bereich bei Olympia bewundern zu können. Allerdings musste er dabei schon einige Rückschläge einstecken. Denn, wie so oft im Spitzensport, bemängeln Kritiker die Dopingkontrollen an Hastings Schützlingen. Viele dieser Kritiker gehen davon aus, dass ohne die richtigen Kontrollen der sportliche Aspekt des Binge Watching völlig verloren gehen könnte. Hastings bleibt aber gelassen. „Ich werde bei dieser Angelegenheit sicher nicht faul herumsitzen“, versprach er den Journalisten kurz vor Ende der Pressekonferenz.

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