Wohnungslose leben umweltbewusster

Landesumweltminister Robert Habeck lobt Obdachlose für ökologischen Fußabdruck

In einem Interview mit dem Bildungsbad hat sich Schleswig-Holsteins Landesumweltminister Robert Habeck sehr positiv über den ökologischen Fußabdruck der in Deutschland lebenden Obdachlosen geäußert und dessen ökologisches Verhalten als Vorbild für die gesamte Bevölkerung ausgerufen. Jeder einzelne Obdachlose würde deutlich umweltfreundlicher leben als Bürger mit festem Wohnsitz.

Habeck will von Obdachlosen erfahren, was sie besser machen

Zwar könne er sich das deutlich umweltbewusstere Verhalten nicht erklären, stellte aber fest: „Ohne Wohnungslose wäre unser Umweltproblem noch viel größer, vielleicht wäre unsere Welt sogar ganz anders, als wir sie heute kennen“. Für die nächsten Wochen sei er mit mehreren Obdachlosen verabredet, um herauszufinden, was diese anders als wohlhabendere Bürger machen. Er rief alle Bürger dazu auf, die Schlafplätze auf der Straße gefälligst in Ruhe zu lassen.

Obdachloser Peter F.: kein Auto, kein Strom, kein Wasser, Kleidung aus Second-Hand

Innerhalb unserer großen Bildungsbad-Recherche haben wir mit dem Wohnungslosen Peter F. (63) über dieses Umwelt-Phänomen gesprochen und er hat uns Erklärungen geliefert. Demnach fährt er kein Auto, nutzt keine Flugzeuge, wirft kein Essen weg und trägt nur Kleidung aus Second-Hand. Zudem habe er eben keine Wohnung, in der er Strom und Wasser verbrauchen könnte. 

Ökologischer Fußabdruck Obdachlose

Habeck ruft indirekt zum obdachlosen Leben auf

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) schätze die Zahl der Wohnungslosen in Deutschland bereits 2016 auf 860.000 Menschen und prognostizierte, dass 2018 bereits 1,4 Millionen Menschen ohne Wohnung dastehen könnten. Wenn es nach Habeck gehen würde, könnte die Zahl der Obdachlosen auch gerne noch schneller ansteigen: „In dieser Hinsicht haben sie eine Vorbildfunktion und vielleicht gibt es ja zumindest ein paar Bürger, die ihnen nacheifern und sich in einem umweltbewussten Leben ohne Haus versuchen“.

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