Hertha BSC

Kniefall: Hertha gibt schon vor Schalke-Spiel auf

Die Fußballmannschaft Hertha BSC hat im Bundesligaspiel gegen Schalke 04 schon vor dem Anpfiff aufgegeben. Das gesamte Team sowie Verantwortliche und Ersatzspieler knieten sich vor dem Gegner nieder und erkannten damit ihre Unterlegenheit an. Man einigte sich auf ein 0:2 für Schalke 04.

Ausgetragen wurde das Spiel dennoch, um die Torschützen zu ermitteln. Die beiden Treffer gelangen schließlich Leon Goretzka (54. Minute) und Guido Burgstaller (78. Minute). Der erste Treffer fiel durch einen Elfmeter, den die Hertha absichtlich herbeigeführt hat. Zuvor hatte sich schon Haraguchi schon eine rote Karte abgeholt (44. Minute), um den Schalkern mehr Platz auf dem Spielfeld zu verschaffen. Dennoch war das Team 53 Minuten lang nicht in der Lage, ohne Gegenwehr einen Treffer zu erzielen.

Hertha BSC-Coach Pál Dárdai sagte zur spielentscheidenden Szene: „Wir haben der Schalker Mannschaft einfach nicht mehr zugetraut, das leere Tor zu treffen.“ Zuvor wollte den Knappen schon nichts gelingen.

Eine reine Schonungsmaßnahme

Derzeit ist noch ungeklärt, woher die Spielaufgabe rührt. Da Schalke nicht unbedingt als Übermannschaft bekannt ist, scheint eine Aufgabe angesichts der Stärke des Gegners unwahrscheinlich. Dárdai erklärte, es handele sich um eine reine Schonungsmaßnahme. „Wir haben in den nächsten Wochen noch genug anstrengende Spiele“, sagte der Hertha-Trainer.

Spekulationen, man wolle sich dem Protest zahlreicher US-Sportler gegen Rassismus anschließen, wies Pál Dárdai als Unsinn zurück: „Berlin ist vielfältig und tolerant, was stören uns da Rassismusprobleme in Amerika!?“

Eine Geldzahlung seitens Schalke 04 dementierte der Hertha-Coach ebenfalls. Das sei schließlich Wettbewerbsverzerrung. Wenn man einem anderen Team einfach drei Punkte überlasse, könnten andere Vereine darunter leiden.

 

Fotograf: Frankinho

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.