Checkpoint Charlie

Keine Jamaika-Einigung: Wieder vier Besatzungszonen!

Die Koalitionsverhandlungen dauerten nur wenige Stunden. Erst heute Mittag haben sie begonnen, nun gibt es bereits eine Entscheidung. Alle Parteien hielten ihre politischen Differenzen für unüberwindbar- und beschlossen kurzerhand, Deutschland wieder in vier Zonen aufzuteilen. So könne jede der vier Parteien ihre eigene Politik machen.

Die Zonen werden wie in der Besatzungszeit nach dem zweiten Weltkrieg gestaltet. Der einzige Unterschied: Die CSU, die die amerikanische Besatzungszone übernimmt, tritt alle Bundesländer außer Bayern freiwillig an die CDU ab. „Deutschland hat mich noch nie interessiert. Wir machen schon immer Bayern-Politik“, erklärte CSU-Vorsitz Horst Seehofer die Entscheidung.

Die CDU, die neben dem früheren französischen Besatzungsgebiet also auch das amerikanische Gebiet bis auf Bayern übernimmt, regiert künftig den Süden Deutschlands. Auch Rheinland-Pfalz und Hessen fallen noch in den Zuständigkeitsbereich. Das nordöstliche Gebiet, damals von der Sowjetunion besetzt, ist zukünftig grünes Landesgebiet. Den nordwestlichen Bereich, ehemalige britische Besatzungszone, regiert nun die FDP.

Erschwerte Einreise- Parteien schon auf Bürgerjagd

Die Folgen der Aufteilung sind derzeit noch schwer einzuschätzen. Das Reisen innerhalb Deutschlands jedenfalls wird durch die neue Situation voraussichtlich deutlich erschwert. Die Parteien wollten sich auf Anfrage des Bildungsbades noch nicht zu Details äußern. Horst Seehofer versprach immerhin: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“. Stattdessen könne er sich vorstellen, die Zonen durch fünf Meter hohe Elektrozäune voneinander zu trennen. Die elektrische Spannung müsse dann aber hoch genug sein, um bei Berührung tödlich zu wirken.

Immerhin soll es weiterhin eine legale Einreisemöglichkeit geben. „Mit einem Mitgliedausweis der jeweils regierenden Partei kann man weiterhin in den gewünschten Teil Deutschlands reisen“, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Noch unklar sei allerdings, wie man dann wieder in die andere Besatzungszone zurückkommen soll.

Um potenzielle neue Bürger zu gewinnen, locken die Parteien bereits mit Versprechen. In Bayern wird es wieder konservativer: Als Erstes wolle man die Homo-Ehe annullieren, sagte Seehofer. Die CDU kündigte via Twitter an: „Wir lassen unsere Bürger in Ruhe. Wie zuletzt werden wir uns zurückhalten und einfach gar nichts machen“. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner versicherte: „In unserer Zone werden die Steuern komplett abgeschafft“. Die Grünen setzten auf Gesundheit: „Wir verbieten euch zwar Autos, aber dafür werdet ihr älter“, hieß es in einer Stellungnahme.

 

 

 

 

 

 

 

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