Erster Lehrstuhl für Emoji – Neue Schriften für die Schulbank

An der Tokyo University of Foreign Studies (TUFS) entsteht der weltweit erste sprachwissenschaftliche Lehrstuhl für Emoji. Die Einrichtung des Lehrstuhls wurde durch die Shigetaka Kurita Stiftung initiiert und durch die großzügige Spende privater WhatsApp-Nutzer in Höhe von 500 Millionen Yapanischen Yen (umgerechnet etwa 3,8 Millionen Euro) ermöglicht. Teil des Forschungsteams soll neben zwei Doktoranden eine zwölfköpfige, international ausgerichtete WhatsApp-Gruppe sein.

Die modernen Kommunikationspiktogramme sollen nun als offizielle Schriftzeichen anerkannt und mit bestehenden Schriften wie Kyrillisch oder Chinesisch gleichgestellt werden. Zweck des Lehrstuhls ist die Standardisierung der Emoji- sowohl optisch, als auch in der Bedeutung. So soll den zunehmenden Missverständnissen in der modernen Kommunikation durch unterschiedliche Deutungen von Emojis entgegengewirkt werden.

2 Millionen geschiedene Ehen wegen WhatsApp

Untersuchungen zur Folge werden zum Beispiel jährlich etwa 2 Millionen Ehen weltweit wegen missverstandener WhatsApp Nachrichten geschieden. Etwa die gleiche Anzahl an Menschen werden jährlich durch fehlgedeutete Zielvorgaben mittels Emojis derart in die Irre geleitet, dass Sie nie wieder gesehen wurden.

Die größte Herausforderung sei aber die internationale Harmonisierung der Bedeutungen der einzelnen Emojis, sagte ein Sprecher der Universität. Eigentlich zusammen gefaltene, also betende Hände, würden in der westlichen Welt häufig als High-Five-Geste verstanden.

Langfristig habe sich die TUFS das Ziel gesetzt, Emojis als Sprache Nummer eins zu etablieren und  kyrillisch und chinesisch komplett aussterben zu lassen.

 

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