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„Du kannst mich mal“: Nahles fordert Schulz zu gemäßigter Wortwahl auf

„Soll ich sagen, du kannst mich mal?“- diese Worte sollen SPD-Parteichef Martin Schulz bei dem Bundeskongress der Jusos rausgerutscht sein. Das Einschreiten der SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles, die parteiintern als große Wortakrobatin gilt, ließ nicht lange auf sich warten. „Ich fordere hiermit Martin und auch alle anderen SPD-Politiker dazu auf, sich künftig angemessen zu artikulieren“, schrieb sie auf ihrer Facebookseite.

Weiter erklärte sie: „In Zeiten wie dieser, in denen keine politische Ordnung herrscht, ist Vulgärsprache für eine Partei noch schädlicher. Bei Wählern kommt das gar nicht gut an- und deren Stimme könnte bei einer Neuwahl plötzlich wieder entscheidend sein“, sagte Nahles. Als Fraktionschefin sei es ihre Aufgabe, ihre Parteikollegen in die Pflicht zu nehmen und auf unangemessene Ausdrücke aufmerksam zu machen.

Wiederholungstäter Schulz

Schon am Donnerstag war Schulz mit seiner verfehlten Wortwahl aufgefallen. Er bezeichnete das Vorgehen des Industrieriesen Siemens als „asozial“, 6900 Arbeitsplätze abbauen zu wollen.

Innerhalb der Partei mehren sich Stimmen, die Martin Schulz einen Rücktritt als Parteichef nahelegen. „Alleine schon die respektvolle Ausdrucksweise zeigt, dass Nahles die bessere Parteichefin wäre“, sagte ein SPD-Abgeordneter, der anonym bleiben will. Auch für Gespräche mit der konservativen Union, die die SPD nicht mehr kategorisch ausschließt, sei sie verträglicher.

 

 

 

 

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1 Antwort

  1. 9. Februar 2018

    […] letzte Chance gebe es aber noch. Schulz selber sei dazu bereit, seinen Wunsch auf das Außenministerium zu begraben, sollte sich […]

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