Rente auf Probe

Liberalisierung des Rentensystems – Die leistungsbezogene Rente auf Probe kommt!

Die Bundesregierung hat bei der Rente eine wichtige Änderung beschlossen. Zukünftig soll aus dem Berufsleben scheidenden Arbeitnehmern zunächst nur noch eine sechsmonatige Rente auf Probe in Aussicht gestellt werden. Erst nach erfolgreichem Ablauf des zwischen Rentenversicherung und Rentner ausgehandelten Rentenvertrags auf Probe geht das Rentenverhältnis in einen unbefristeten Status über.

Die Rentenversicherung ist somit zukünftig in der Lage, zunächst die Qualität und Rentabilität des Rentners einzuschätzen. Sie erfährt, wie sich der Rentner in das Rentnerumfeld integriert. Darüber hinaus lernt sie die Kosten- und Nutzenstruktur des Rentners kennen. Nach sechs Monaten kann die Rentenversicherung dann über die Höhe der Rente entscheiden, die sie bereit ist zu zahlen. Sollte der Rentner sich überhaupt nicht in das Rentnerleben integriert haben, ist die Rentenversicherung auch berechtigt, den Rentenvertrag gänzlich zu kündigen. Ein Kündigungsrecht hat auch der Rentner, etwa wenn er mit der zugesprochenen Höhe der Rente nicht einverstanden ist.

Einfluss auf ein Bestehen der Probezeit und auf die Höhe der zu erwartenden Rente haben laut Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, zum Beispiel geringstmögliche Kosten etwa bei der Krankenkasse oder den Sozialämtern. Auch Leistungen zum Gemeinwohl, wie Pfandflaschen sammeln, Enkel betreuen oder Weihnachtsmanndienste können sich positiv auf die Bewertung der Rentnertauglichkeit auswirken.

Der Bundestag soll das Gesetz im Oktober beschließen, damit die Änderungen zum 1. Januar 2019 in Kraft treten kann. Die Zustimmung des Bundesrates ist nicht erforderlich.

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