DFB verbietet Spielerinterviews- Fans feiern

Vergangenen Sonntag war es endlich soweit: eine Delegation von DFB und DFL-Vertreten versammelte sich vor den erschienenen Journalisten im DFB-Hauptquartier in Frankfurt am Main, um eine Pressekonferenz abzuhalten.
DFB-Präsident Reinhard Grindel verkündete unter tosendem Applaus seiner Zuhörer das Aus der Spielerinterviews nach jeder Fußballpartie. Als Begründung nannte er, dass man bei einer langen Diskussion der Ethikkommission des DFB zu dem Entschluss gekommen sei, dass es „das Beste für alle Beteiligten“ sei, diesen traurigen und immer gleichen Teil des Fußballs hinter sich zu lassen.

Damit gehören Floskeln wie: „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken.“, oder detaillierte Spielanalysen wie „Wir waren seit der 1. Minute auf dem Platz.“, oder aber auch selbstkritische Ansätze wie, „wir waren einfach nicht bissig genug in den Zweikämpfen“, „haben den Gegner zu viele Räume gelassen.“, oder gar unmögliche Statements wie „Wir müssen einfach mit dem Kopf mehr da sein.“, der Vergangenheit an.

Daraufhin erreichten den DFB Unmengen an Dankesbriefe von Familien der Spieler und vieler Fußballfans, die sich nun endlich trauen, ein Fußballspiel bis zum Ende anzugucken. Eine Mutter, welche unerkannt bleiben möchte, äußerte sich euphorisch über die neue Regelung: „Unser Manuel (Name wurde nachträglich geändert) ist wirklich ein ganz Toller und ich finde es super, dass er sich, durch die Entscheidung des DFB, nun auf das konzentrieren kann, was ihm wirklich liegt – nämlich das Fußballspielen“.

#HaHoHeInterviewsAdé

Auch einige Vereine äußerten sich positiv über den mutigen Schritt des DFB. Hertha BSC Berlin twitterte unter dem #HaHoHeInterviewsAdé: „Mal ehrlich, dass Elend konnte sich ja keiner mehr ansehen, geschweige denn anhören“. Auf Seiten der Fußballer hingegen machte sich Unmut bemerkbar. So hörten viele Spieler aus Protest ganz mit dem Sprechen auf und versuchten sich stattdessen an einer Kommunikation aus unbeholfenen Gesten und Vuvuzela-Lauten. Aufgrund des mangelnden Erfolges dieser Kommunikationsart besuchen jetzt viele Spieler Sprachkurse für Taubstumme.

Zwei Ausnahmen für das Interviewverbot gibt es dann doch: Interviews auf Holländisch sind erlaubt, da sie laut des DFB-Präsidenten besonders „witzig“ seien. Das Gleiche gelte für Titelgewinne sowie Abstiege, da unter Alkoholeinfluss sinnvollere Aussagen zustande kämen.

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1 Antwort

  1. 24. September 2018

    […] sei es, aus dem Serienmarathon eine ähnlich kompetitive und attraktive Sportart wie eSports oder Fußball zu gründen und international salonfähig zu machen, erklärte Geschäftsführer und Mitbegründer […]

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