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BVB fordert Trainer-Wechselfenster nach Ancelotti-Entlassung

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, „Aki“ Watzke, fordert angesichts der Trainerentlassung von Carlo Ancelotti (Bayern München) eine zeitliche Beschränkung für Trainerwechsel, ähnlich wie bei Spielertransfers. „Es kann doch nicht sein, dass man bei Misserfolg mitten in der Saison einfach den Trainer austauscht. Bei den Spielern gibt es auch ein Wechselfenster- für mich ist das Wettbewerbsverzerrung“, sagte er dem Bildungsbad in einem Exklusivinterview.

Andere Vereine wie etwa der BVB hätten unter dieser Ungerechtigkeit enorm zu leiden. „Da denkt man, man könnte mal wieder Meister werden, dann wechseln die einfach den Trainer. Für mich ist das einfach nur dreist“, so Watzke. Auch BVB-Trainer Peter Bosz unterstützt Watzkes Vorstoß: „Ich habe den Titel schon gerochen und dann sowas. Ich kann nur hoffen, dass der DFB da einschreitet“.

Und dann soll es auch noch ein Ex-Dortmunder werden..

Tatsächlich zeigt die Statistik, dass der BVB letztmals vor zehn Jahren den Trainer innerhalb einer Saison wechselte. In der Spielzeit 2006/2007 ersetze Thomas Doll den erfolglosen Jürgen Röber. Seitdem gab es bei den Dortmundern drei weitere Trainerwechsel, dies geschah aber jeweils in der Sommerpause. „Das zeigt doch, dass wir im Gegensatz zu anderen Vereinen moralisch handeln“, kann sich Watze eine weitere Spitze Richtung München nicht verkneifen.

Erschwerend komme hinzu, dass Bayern mit dem ehemaligen BVB-Trainer Thomas Tuchel verhandele. „Das setzt dem ganzen Sachverhalt noch die Krone auf. Würden wir uns den Bayern gegenüber derart respektlos verhalten.. ääh… Ich weiß nicht was dann passieren würde“, sagte der Geschäftsführer der Dortmunder.

Der DFB äußerte sich noch nicht zu dem Vorfall, kündigte allerdings noch für den späten Abend eine Stellungnahme an. Das Ergebnis kann bisher nur schwer vorausgesagt werden, doch BVB-Boss Watzke ist sich seiner Sache sicher. „Wir verdienen eigentlich sogar eine Belohnung, einen derartigen Missstand aufgedeckt zu haben. Ohnehin sind wir ja schon dafür bekannt, immer im Sinne des deutschen Fußballs zu handeln und eigene Vorteile dabei außer Acht zu lassen“, sagte er.

Eine Jobgarantie für diese Saison wollte Watzke seinem Trainer dann doch nicht ausstellen: „Man weiß ja nie, was kommt“.

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