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Bienensterben: Jetzt sollen es Besitzermarken richten

Der Winter naht, die Bienen fliegen nicht mehr aus und sind für den Normalbürger nicht mehr zu sehen. Das Bienensterben jedoch geht weiter. Um dem entgegenzuwirken, hat sich der deutsche Imkerbund auf eine neue Maßnahme geeinigt: Besitzer müssen ihre Bienen von nun an mit Marken auszeichnen, auf denen die Telefonnummer des Besitzers steht.

Je nach Zwischenfall- egal ob Bienenstich, Totenfund oder sonstigem auffälligen Verhalten- kann der Besitzer sofort telefonisch in Kenntnis gesetzt werden. So behält er einen genauen Überblick und weiß Bescheid, warum eine Biene nicht in ihren Stock zurückkehrt.

Auf lange Sicht erleichtern die Besitzermarken dem Imker die Bestands- und Todesanalyse enorm. Der Bienenforscher Bastian Ennsbrinck glaubt, dass das Bienensterben mithilfe der Marken gestoppt werden kann: „Viele Imker wundern sich immer, woran die Bienen sterben. Durch die Marken können sie das nun viel einfacher feststellen und verhindern.“

Kritik an Umsetzbarkeit

Die Idee kommt aber nicht bei allen Imkern gut an. Friedrich Kurant (59) etwa ist das viel zu mühselig: „Meine Bienenvölker bestehen aus jeweils 40.000 Bienen- davon habe ich gleich 10. Wie soll ich denn 400.000 Bienen mit einer Marke versehen?“ Zudem müsse er dies dann täglich weiterführen, da laufend neue Bienen geboren würden.

Sollte sich Kurant weiter gegen die Vorgabe wehren, droht ihm sogar der Ausschluss aus dem Imkerbund. „Wer nicht in der Lage ist, sich ausreichend um seine Bienen zu kümmern, sollte diese besser an einen fähigen Imker weitergeben“, hieß es in einer Stellungnahme. Neben der Marke selber stört Kurant eine weitere Neuerung. Sollte ein Mensch von einer seiner Bienen gestochen werden, muss der Imker 20 Euro Schmerzensgeld an den Betroffenen zahlen. Im Falle einer Allergie erhöht sich die Summe sogar auf 50 Euro.

Da jeweils ein Polizeibeamter den Fall aufnehmen muss, befürchten Experten, dass die Kapazitäten der Polizei nicht ausreichen werden. Derzeit wird überlegt, ob man bei der Terrorbekämpfung und Verfolgung von Einbrechern Abstriche machen kann. Weiterhin ist eine sogenannte „Bienenpolizei“ im Gespräch.

 

 

 

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