Aus Angst vor DSGVO: Tausende Mütter brechen Kontakt zu ausgezogenen Kindern ab

Seit heute ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft- und schon jetzt deutet sich an, dass dieser 25.Mai 2018 als Tag mit den meisten Kontaktabbrüchen in die Geschichte eingehen wird. Derzeit ist von allein 6.500 Müttern die Rede, die den Kontakt zu ihren bereits ausgezogenen Kindern komplett abgebrochen haben. Aus Sicht der Mütter sei die Verordnung zu komplex und die Strafen für Datenschutzsünden zu hoch, als dass sie weiterhin über WhatsApp kommunizieren könnten, heißt es.

„Mein Sohn wollte einfach nicht zustimmen, dass ich seine Kontaktdaten speichern und damit auch automatisch an WhatsApp weitergeben darf. Ich habe die hohe Strafe schon vor meinen Augen gesehen und daher entschieden, den Kontakt aus Sicherheitsgründen lieber abzubrechen“, berichtet eine 32-Jährige Mutter, die anonym bleiben will. Eine andere Mutter sagt: „Ich predige meinem Sohn immer, wie wichtig es ist, sich an Regeln zu halten. Da muss ich dann auch hart bleiben und ein Vorbild sein“.

Zuvor hatte das Amtsgericht Bad Hersfeld entschieden, dass ein Kind bzw. deren Eltern sich eine schriftliche Einwilligungserklärung einzuholen haben, bevor sie Telefonnummern und Namen im Adressbuch des Handys speichern und über die gleichzeitig genutzte Applikation Whatsapp persönliche Informationen an die Betreiber weitergeben würden.

Die Hoffnung auf eine Wiederzusammenführung der Familien ist aber noch nicht ganz verloren. Sollten die Kinder doch noch schriftlich für die Speicherung der Daten einwilligen, seien 80% der befragten Mütter bereit, den Kontakt wieder aufzunehmen.

 

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.