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Atomkraft statt Kohleenergie: Union und FDP kommen Grünen entgegen

Der letzte Tag der Jamaika-Sondierungen nimmt so langsam an Fahrt auf: nach den Grünen machen nun auch Union und FDP Zugeständnisse. Der Kohleausstieg soll, wie von den Grünen gefordert, so schnell wie möglich umgesetzt werden. Die dadurch fehlende Energie soll durch die Einschaltung alter Kernkraftwerke aufgefangen werden.

Die Idee kam den Parteien erst, als Emanuel Macron auf der Weltklimakonferenz den Ausstieg Frankreichs aus der Kohleenergie verkündete. Er bekam dafür viel Anerkennung, obwohl Frankreich ohnehin mit über 60 Kernkraftblöcken fast drei Viertel des gesamten Stroms gewinnt. „Frankreich ist in Sachen Klimapolitik ein echtes Vorbild“, findet auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt.

Der Schlüssel für eine Jamaika-Regierung?

Ganz so viele Kernkraftwerke wie Frankreich wird man zwar nicht benötigen. „Die acht Kraftwerke, die derzeit in Betrieb sind, müssen aber wenigstens auf 20 aufgestockt werden“, prognostiziert Göring-Eckardt. Dafür habe man noch genügend alte, aber durchaus funktionstüchtige Kernkraftwerke, stellte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel klar. „Wir haben schon Kraftwerke in Greifswald, Hamm und Karlsruhe im Auge“, sagt sie über die Fortschritte.

Für eine Jamaika-Einigung könnte dieser Kompromiss noch ganz entscheidend sein. Die Grünen verlieren nicht ihr Gesicht und die anderen Parteien schätzen sich glücklich, das Umwelt-Thema endlich beiseitelegen zu können. Horst Seehofer sagte dem Bildungsbad: „Ich weiß nicht, was die da immer reden, aber hoffentlich ist jetzt Schluss mit diesem grünen Mist“. Er erwarte, dass die Grünen nun im Gegenzug auf den Familiennachzug von Migranten verzichten.

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